Vera Kopetz – Mitglied des Usedomer Künstlerkreises

(* 26. Februar 1910 in Sankt Petersburg, Russland; † 6. Februar 1998 in Ückeritz) war eine deutsche Malerin und Grafikerin.

Leben und Werk:

Ihr Vater war der russlanddeutsche Ethnologe Bruno Wilhelm Karl Adolph Adler (1874–1942) und ihre Mutter die Russin Eugenie Wera Adler, geb. Horwitz. Vera Kopetz verbrachte ihre Kindheit ab 1914 in Lausanne (Schweiz), ab 1922 in Weimar und siedelte 1928 nach Berlin über. Hier fand sie Anstellung als Retuscheurin und besuchte Abendkurse an Albert Reimanns Schule für angewandte Kunst. 1930 heiratete sie den Fotografen Edmund Kopetz. Nach der Geburt zweier Söhne 1941 und 1942 zog die Familie 1944 zunächst kriegsbedingt nach Neubrandenburg, 1945 nach Schwerin.

 

„Am Strand“
Öl auf Hartfaser
33,5 x 38,5 cm (o. R.)
51,5 x 56,5 cm (originale Künstlerrahmung)
rückseitig betitelt und Nachlassbestätigung
Preis auf Anfrage
Provenance: WVZ  https://www.vera-kopetz.de/werke/1980-1989/1980-89-oelbilder/ 

 

In Schwerin begann Vera Kopetz auch mit der künstlerischen Arbeit; es folgten erste Ausstellungen in mecklenburgischen Städten. 1946 Trennung von der Familie – enge Kontakte zu den Söhnen bleiben lebenslang erhalten. 1952 wurde Vera Kopetz in den Verband Bildender Künstler Deutschlands (VBK) aufgenommen, sie beteiligte sich in Folge an Gemeinschaftsausstellungen in beiden deutschen Staaten und Skandinavien. Während wiederholter Sommeraufenthalte auf der Insel Usedom ab 1956 fand sie Anschluss an den dortigen Künstlerkreis um Otto Niemeyer-Holstein, Otto Manigk, Susanne Kandt-Horn, Herbert Wegehaupt und andere, nahm 1968 ihren Zweitwohnsitz in Ückeritz auf Usedom und siedelte 1978 endgültig dorthin über. Neben Ölbildern, Seriegraphien (von eigener Hand) und Aquarellen schuf sie Mosaiken und Wandbilder (so für Gehörlosenschule und Ernst-Barlach-Theater in Güstrow, 1953; Fresko „Früchte Mecklenburgs“ für das Kulturhaus Mestlin, 1958, 1990 zerstört) und Altarbilder sowie Plastiken.

1990 fand anlässlich ihres 80. Geburtstages im Staatlichen Museum Schwerin eine umfangreiche Œuvre-Ausstellung statt.

1956 erhielt Vera Kopetz den Fritz-Reuter-Kunstpreis für das Mosaik in der Gehörlosenschule Güstrow Das Tor zum Leben, 1986 die Hans-Grundig-Medaille des VBK.

Bilder von Vera Kopetz befinden sich u. a. in den Beständen des Staatlichen Museums Schwerin und der Nationalgalerie Berlin.

 

Ausstellung 3. Oktober 2015 bis zum 31. Januar 2016 in der Wollhalle Güstrow / GüstrowTV vom 22.01.2016

 

Quelle: wikipedia
Beitragsfoto: Nachlass Vera Kopetz