Katharina Bamberg

(* 18. November 1873 in Stralsund; † 6. Oktober 1966 ebenda) war eine deutsche Malerin.

Katharina Bamberg war Mitglied im „Hiddenseer Künstlerinnenbund“, welcher 1922 durch Henni Lehmann in der Blauen Scheune auf Hiddensee gegründet wurde.

Hiddensoer Künstlerinnenbund

Hiddensoer Künstlerinnenbund

Katharina Bamberg (1873−1966) entstammt ähnlich der Malerin Elisabeth Büchsel einer begüterten, alteingesessenen Stralsunder Familie. Nach dem der Herkunft entsprechenden Besuch der Höheren Töchterschule in Stralsund absolviert die Bamberg anschließend eine Haushaltsschule im Harz. Später erhält sie in Berlin eine umfassende Ausbildung in allen Bereichen der Kunstmalerei. Wie etliche ihrer Zeitgenossinnen muß auch sie ihre künstlerische Ausbildung auf Privatinitiative gründen. Als Schülerin bei Ludwig Dettmann (1865−1944) übernimmt sie von diesem schon bald die realistische Hellmalerei.

Zudem war Dettmann neben Max Liebermann (1847−1935) einer der ersten Vertreter realistischer Freilichtmalerei in Deutschland. Zunächst malt die ihrer Heimatstadt immer verbundene Künstlerin überwiegend Blumen, Stilleben und Portraits. Nach der Ausbildung bei Dettmann unternimmt sie umfangreiche Studienreisen.

Schon während dieser Reisen wendet sie sich immer mehr der realistischen Hellmalerei zu. Durch Heimweh nach dem Meer zieht sie im Jahr 1906 nach Stralsund zurück. Auch hier gibt es Berührungspunkte mit der vielgereisten Stralsunderin Elisabeth Büchsel, die ihrer Geburtsstadt ebenso treu verbunden war. Im Stralsunder Kunstverein kann die Bamberg ihre Arbeiten ausstellen. Als Landschaftsmalerin findet sie ihre Hauptmotive in der näheren Umgebung, wie zum Beispiel auf den Inseln Rügen, Vilm und natürlich auch auf Hiddensee.

In ihrer Bildsprache beim Blick über die Dornbuschhügel erscheint alles lichtreich und hell. Die „Blaue Scheune“ in Vitte wird zum Ort ihres künstlerischen Wirkens. Sie schließt sich bis zu dessen Auflösung dem „Hiddenseer Künstlerinnenbund“ an.

Fast vergessen sind sie, diese 15 Frauen vom Hiddenseer Künstlerinnenbund, den Henni Lehmann und Clara Arnheim im Jahr 1922 in Vitte gründeten. Die sogenannten ›Malweiber‹ malten in der freien Natur und porträtierten zahlreiche Bewohner des ›söten Lännekens‹ (Insel Hiddensee).
Doch ein Haus erinnert heute noch an die Malweiber auf der Insel Hiddensee und seine erste Besitzerin und ist ab und an geöffnet: die „Blaue Scheune“ diente Henni Lehmann als Atelier und wurde regelmäßig als Ausstellungsraum von allen Malweibern und somit auch von Katharina Bamberg genutzt. Und damit auch keiner das Haus übersah, entschied sich die vielseitige Künstlerin Henni Lehmann dazu, der Kate einen leuchtend blauen Anstrich zu geben, der bis heute immer wieder erneuert wird.

Mit Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde dem avantgardistischen Treiben der „Malweiber“ ein Ende gesetzt und der Hiddenseer Künstlerinnenbund 1933 aufgelöst.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges beginnt Katharina Bamberg, viele der Bilder, die im Krieg beschädigt worden waren, zu restaurieren. Katharina Bamberg starb am 6. Oktober 1966 in ihrer Heimatstadt. Dort ehrte man sie zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit der Benennung der Katharina-Bamberg-Straße. Werke von ihr befinden sich u. a. im Kulturhistorischen Museum Stralsund.

 

Bilderbestand der Galerie (Auswahl):

K Bamberg

„Blick auf die Ostsee“
Öl auf Leinwand
55 x 70 cm
Signatur: unten links „K. Bamberg“
um 1930
Preis auf Anfrage

 

DSC00670

„Strand auf Rügen“
Öl auf Leinwand
58 x 80 cm
ca. 1920 – 1930
Signatur: recht unten
Preis auf Anfrage

Literatur / Abbildung:

“Von der Lietzenburg zur Groot Partie – Architektur auf Hiddensee”; Verlag: Magas, Marion; (April 2016)

 

 

Küste auf Rügen

„Küste auf Rügen“
Öl auf Leinwand
48 x 55 cm
ca. 1920
Signatur: recht unten
Preis auf Anfrage

 

Bamberg - Steilküste Hiddensee

„Steilküste auf Hiddensee“
Öl auf Leinwand
53 x 73 cm
ca. 1930 – 1940
Signatur: Monogramm „K.B.“ unten rechts
Preis auf Anfrage

Literatur / Abbildung:

“Von der Lietzenburg zur Groot Partie – Architektur auf Hiddensee”; Verlag: Magas, Marion; (April 2016)

„Ein Rucksack voller Farben” – Künstlerinnen und die Freiluftmalerei; Museum Moderner Kunst Wörlen – Passau; S. 65; [2014]

„Stillleben mit Blumenstrauss“
Pastell auf Papier
80 x 50 cm
ca. 1930
Signatur: unten links
Preis auf Anfrage

Literatur/Abbildung:

„Ein Rucksack voller Farben” – Künstlerinnen und die Freiluftmalerei;  Museum Moderner Kunst Wörlen – Passau; S. 69; [2014]

Dorf auf Rügen

„Blick auf Schaprode (Rügen)“
Öl auf Leinwand
50 x 72 cm
ca. 1920
Signatur: Monogamm „K.B.“ unten rechts
Preis auf Anfrage

 

Literatur (Auswahl):

Hansestadt Stralsund (Hrsg.): Frauen in der Stralsunder Stadtgeschichte. Stralsund, 1998.

„Ein Rucksack voller Farben“ – Künstlerinnen und die Freiluftmalerei
Museum Moderner Kunst – Wörlen Passau; Gabler, Josephine; ISBN: 978-3-928844-64-2

„Wie sich die Malweiber die Ostseeküste eroberten“
Marion Magas, Eigenverlag 2008, ISBN 978-3-00023779-9.

„Hiddensee. Die besondere Insel für Künstler“
Ruth Negendanck, edition fischerhuder kunstbuch, Verlag Atelier im Bauernhaus, Fischerhude 2005, ISBN 3-88132-288-4

Quelle: Wikipedia


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