Rudi Baerwind

„Rudi Baerwind“ – Ernst Rudolf Baerwind (* 11. Februar 1910 in Mannheim; † 12. November 1982 ebenda) war ein deutscher Maler.

 

2015-03-16 13.40

„Akt Tänzerin“
Mischtechnik auf Papier
verso bezeichnet „Galerie 11“
signiert u.l. „R. Baerwind’67 – LH u.r. „II“
H/B: 215 mm x 160mm

Leben:

Baerwind studierte an den Kunstakademien in München, Berlin und Paris.

In den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts zählte der in Mannheim und Paris lebende Maler zu den wenigen deutschen Künstlern mit internationalem Ansehen. 1959 organisierte er die erste deutsch-französische Kunstausstellung in München und Paris. In Mannheim gründete er das „Symposion der Künste“ (Bismarckstraße, Quadrat L 7).

Baerwinds Arbeiten orientierten sich zunächst am frühen deutschen Expressionismus. Nach einer surrealistischen Phase wurde er in Paris vom Informel beeinflusst und fand dann zum Internationalen Stil.

1955 und 1959 saß Baerwind mehrere Monate im Mannheimer Landesgefängnis ein, da ihm „sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts“ vorgeworfen wurden, was damals laut Paragraph 175 strafbar war.[1]

1980 veranstaltete die Kunsthalle Mannheim zu seinem 70. Geburtstag eine große Retrospektive. Im Juli 2010 erschien eine Publikation „Maler und mehr“, die Baerwind als Kulturförderer, Künstler und Mensch beschreibt.

Ehrungen:

Baerwind wurde zum Ehrenmitglied der Akademien in Rom und London ernannt und erhielt das Bundesverdienstkreuz am Bande. 1970 wurde ihm der Prix National beim 2. Festival International de Peiture in Cagnes-sur-Mer verliehen, 1972 der Grand Prix international de France. Die Stadt Mannheim ehrte ihn 1975 mit der Schillerplakette.

Literatur (Auswahl):

  • Gerd-Niels Wötzel: „Ich bin Maler – und basta. Baerwind“. 1. Auflage, Südwestdeutsche Verlagsanstalt GmbH und Co., Mannheim 1974
  • LE SENS DE L’ART – BAERWIND, In: La Galerie des Arts (Nr. 81, 1. Dezember 1969)
  • Heinz Fuchs, Gerd-Niels Wötzel: Rudi Baerwind. Porträts: 1929 – 1976. Druckhaus Schwaben, 1976
  • Der Brockhaus Mannheim. 400 Jahre Quadratestadt – das Lexikon. Mannheim, 1. Auflage 2006, ISBN 978-3-7653-0181-0
  • Rudi Baerwind. Leben und Werk 1910-1982. München, 1. Auflage 2010, ISBN 978-3-7774-3151-2

Quelle: wikipedia, 2015


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