Stadtansichten Berlins

Im Museum Schlösschen im Hofgarten in Wertheim wird vom 12. November 2016 bis zum 19. März 2017 die Ausstellung:

„Liebermann bis Pechstein –
Stadtansichten Berlins in der Malerei der Berliner Secession“

gezeigt.

In der Ausstellung werden u.a. Bilder von Max Beckmann, Walter Leistikow, Ludwig Meidner, Max Pechstein, Franz Skarbina, Lesser Ury sowie Julie Wolfthorn präsentiert.

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Wie kaum in einer anderen Stadt in Deutschland hat sich die Kunst der Klassischen Moderne in Berlin in der Zeit um 1900 entwickelt. Parallel dazu verlief die unglaubliche Expansion dieser Stadt zur größten deutschen Metropole. Die Künstler erlebten eine Stadt und die sie umgebende Landschaft im gewaltigen Umbruch. Die vom Französischen Impressionismus beeinflussten Mitglieder der Berliner Secession verarbeiteten diese Entwicklung einer Stadt, in der nun das elektrisches Licht das nur flackernd und oft gespenstisch und blasse Erscheinungsbild der Gaslampen ablöste und die Nacht ungewohnt hell, glänzend und farbintensiv belebte. Die Secessioisten entdeckten die malerische Schönheit und „Schönheiten“ der Nacht,  protokollierten die baulichen Veränderungen ihrer Umgebung und eroberten ihre Stadt neu, indem sie „Stadtlandschaften“ erfuhren und in ihren Bildern festhielten. Zu gleicher Zeit entdeckten und in gleicher Weise visualisierten sie auch die märkische Landschaft in ihrer großartigen Weite und mit all ihrem “spröden Reiz“.

Das Stadtmuseum Berlin stellt dem Ausstellungskuratorium hierfür 24 Bilder zur Verfügung, die durch die eigene Sammlung des Schlösschens, der ehemaligen Stiftung Wolfgang Schuller, ergänzt werden.

Die Galerie „DER PANTHER“ – fine art unterstützt diese wunderschöne Ausstellung mit Leihgaben des Künstlers Franz Skarbina sowie mit einer herausragenden Arbeit der Künstlerin Julie Wolfthorn.

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Franz Skarbina

„Abendliche Strassenszene in Berlin“

Kohle/Blei auf Papier
signiert u.r. „FSK“
ca. 30 x 23 cm
Entstehung um 1900
Sammlung Galerie „DER PANTHER“

 

 

 

 

 

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Julie Wolfthorn

In den Straßen von Berlin“

Mischtechnik auf Malgrund
signiert u.r. „Julie Wolfthorn“
ca. 40 x 30 cm
Entstehung um 1905
Sammlung Galerie „DER PANTHER“

 

 

 

Julie Wolfthorn wurde bereits 1898 – als eine von vier Frauen – Gründungsmitglied der Berliner Secession. Regelmäßig, bis zum Jahr 1913 war Julie Wolfthorn während aller Ausstellungen dieser Künstlervereinigung mit ihren Arbeiten vertreten.

Die Berliner Secession (Sezession), unter Vorsitz Max Liebermanns, gilt als jene Gruppe Bildender Künstler, die sich vom konventionellen akademischen Kunstverständnis und deren Anhänger wie der Name (Substantiv von secession, lat.= Absonderung, Trennung, als Verb von secedere,lat.= beiseitegehen, sich entfernen; sich trennen) es sagt, abwandten und sich im Stilistischen und Inhaltlichen neu artikulierten.

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Die Aktivität von der Frauen in der Malerei um diese Zeit der Jahrhundertwende (1900) wurde vom männlich dominierten Kunstbetrieb und der maskulin geprägten Gesellschaft weder geduldet noch anerkannt. Selbst in den Ausstellungen der Secessionisten wurde ihnen geringe Aufmerksamkeit entgegen gebracht, und ihre Werke nahmen daher zwangsläufig nur wenig Raum ein, die Kunstkritik äußerte sich geringschätzig und in Bezug zu ihren Arbeiten weitgehend abwertend. Um dem begegnen zu können, bildete Julie Wolfthorn gemeinsam mit anderen Secessionistinnen und anderen Künstlerinnen aus München 1906 dort die „Verbindung Bildender Künstlerinnen“, die fortan eigene Ausstellungen organisierte. Julie Wolfthorn war auch in den folgenden Jahrzehnten intensiv um die Förderung der Frauenkunst bemüht.

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Schlösschen im Hofgarten

Würzburger Straße 30
97877 Wertheim
T +49 (0) 93 42 / 301 511
F +49 (0) 93 42 / 301 520
(Grafschaftsmuseum Wertheim)
museum-schloesschen@wertheim-main.de
http://www.schloesschen-wertheim.de

Quellen:
Text: Museum Schlösschen im Hofgarten / Galerie „DER PANTHER“ – fine art
Fotomaterial: Bundesarchiv Berlin – Strassenszenen; wikipedia – Künstlerfotos / Ausstellungsplakate


panther-logo-fuer-webDie Galerie “DER PANTHER” – fine art

widmet sich hauptsächlich Werken des Deutschen Impressionismus, Expressionismus und der Klassischen Moderne.

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