LOST & FOUND

Die Galerie „DER PANTHER“ – fine art möchte mit „LOST & FOUND“ u.a. Forschungen und Initiativen zu den Themen „Verschollene Generation“ sowie „Restitutionen von NS-Raub- und Beutekunst“ unterstützen.

 

Verschollene Generation

Die „Verschollene Generation“[1] (auch: Vergessene Generation) ist eine Bezeichnung für deutsche bildende Künstler. Dies sind u.a. Künstler(-innen) die in der Weimarer Zeit bereits hervorgetreten waren oder ihre Ausbildung beendet hatten und durch die Vorgaben zur Kunst im Nationalsozialismus an ihrer Wirkung gehindert wurden, etwa durch Ausstellungs-, Veröffentlichungs- und Aufführungsverbot wegen ihrer jüdischen Herkunft, ihrer politischen Ansichten, ihrer Homosexualität oder Beschlagnahmung der Werke in Museen während der propagandistischen Aktion „Entartete Kunst“ von 1937.

Joseph Goebbels in der Wanderausstellung „Entartete Kunst“, 1938 in Berlin. Links zwei Gemälde von Emil Nolde: „Christus und die Sünderin“ und „Die klugen und die törichten Jungfrauen“, rechts eine Skulptur von Gerhard Marcks: „Heiliger Georg“,[2]

Sie wurden zum Schweigen gebracht, ehe sie ihre eigene Sprache finden konnten. Mit der Aktion „Entartete Kunst“ tilgten die Nationalsozialisten eine ganze Generation von Künstlern aus der Geschichtsschreibung.[3]

Ziel der Aktivitäten seitens unserer Galerien „DER PANTHER“ – fine art ist es u.a. das Verschwinden der Nachfolgegeneration, die an die Moderne anknüpfte aufzuzeigen d.h.  die gebrochenen Biografien, die verpassten Chancen, die Zerstörung ganzer Lebenswerke aufzuzeigen und durch Publikationen und Ausstellungen wieder „in das richtige Licht“ zu rücken.


NS-Raub- und Beutekunst

Kunstexperten bei der Arbeit in den Räumen des Central Collecting Point in München[5]

„Restitution von NS-Raub- und Beutekunst“[4]: Im Zeitraum 1933 bis 1945 fand – bedingt durch politische Umstände, unrechtmäßigen Raub und kriegsbedingte Sicherungen – eine umfangreiche Verlagerung von Kunst- und Kulturgütern statt, die bis heute nicht restlos aufgearbeitet ist.
Dem organisierten Kunstraub der Nationalsozialisten folgten die Raubzüge der sowjetischen Trophäenkommissionen oder einzelner alliierter Soldaten. Weiterhin führte die Veränderung der Grenzverläufe dazu, dass viele Kulturgüter aus öffentlichem und privatem Eigentum zum Schutz vor Luftangriffen plötzlich auf ausländischem (nach heutigem Grenzverlauf) Territorium ausgelagert waren.
Nach 1945 kam es in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) zu weiteren einschneidenden Eigentumsveränderungen: Hier sind die Schlossbergungen, d. h. die Auflösung von Adelssitzen, die als Teil der Bodenreform 1945/46 enteignet wurden, wie auch der Kunstbesitz von sog. Republikflüchtlingen, den diese in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zurücklassen mussten, zu nennen.


Aktuelle Forschungen seitens unserer Galerien:

Wir bitten somit freundlichst um Unterstützung für unsere aktuellen Forschungen, Publikationen, Erstellung von Werkverzeichnissen sowie Ausstellungsvorhaben zu den im Folgenden aufgelisteten Künstlerinnen:

Julie Wolfthorn (1864 in Thorn; † 1944 im Ghetto Theresienstadt)

Adele von Finck (1879; † 1943)

Jelka Rosen (1868 in Belgrad; † 1935 in London)

Wir hoffen auf Unterstützung durch neue Funde wie z.B.  Fotos, Abbildungen, Werke, Briefe oder jegliche Information welche helfen könnten, das zum größten Teil vergessene oder vom NS-Regime ausgelöschte „Leben und Werk“ der Künstlerinnen wieder ans Licht bringen zu können.

Informationen bitte an:

Galerie „DER PANTHER“ – fine art
Inhaber: Joergen Degenaar
Major-Braun-Weg 2
85354 Freising
Mobil: +49 (0) 152-54 67 29 49
email: galeriederpanther@web.de

 

 

 


Quellen:

[1] siehe: wikipedia „Verschollene Generation“
[2] Wikipedia: Entartete Kunst, Mai 2017
[3] Artikel von Simone Reber „Die verschollene Generation Ausstellung verfemter Kunst im Ephraim-Palais“, DER TAGESSPIEGEL, 2013
[4]
Andrea Christine Bambi, Restitution von NS-Raub- und Beutekunst, publiziert am 11.06.2012; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Restitution_von_NS-Raub-_und_Beutekunst&gt; (17.05.2017)
[5] Kunstexperten bei der Arbeit in den Räumen des Central Collecting Point in München. (Foto: Zentralinstitut für Kunstgeschichte)

Titelbild: Depoträume des Central Collecting Point in München im ehemaligen Verwaltungsbau der NSDAP. (Foto: Zentralinstitut für Kunstgeschichte)