Portrait der Karla Friedel

Suchmeldung

Die Galerie „DER PANTHER“ – fine art sucht für eine sich in der Planung befindlichen Ausstellung sowie Publikation zum „Leben und Werk“ der Bildhauerin Karla Friedel aussagekräftige Informationen wie Fotos, Werksabbildungen, Pressemitteilungen, Briefe oder sich in Privatbesitz befindliche Werke.

Hierbei gilt unser besonderes Augenmerk der Suche nach einem verschollenen Portrait aus der Hand der Künstlerin Julie Wolfthorn, welches die Bildhauerin Friedel im Jahre 1931 zeigt.

Julie Wolfthorn - Portrait der Bildhauerin Karla Friedel

„Portrait der Bildhauerin Karla Friedel“
Öl auf Leinwand
76,5 x 56 cm

signiert und datiert o.R. „Julie Wolfthorn/1931“
Abbildung: Reproduktion von Foto aus WVZ[1]

Vgl. auch WVZ 344, Privatbesitz,  In „Leben und Werk der Malerin und Graphikerin Julie Wolfthorn (1864-1944) – Rekonstruktion eines Künstlerinnenlebens“, (Dr. Heike Carstensen)[1]

 

Die Bildhauerin Karla Lucie Friedel (1893 – 1970) lebte und arbeitete viele Jahre auf Hiddensee. Das nach ihr und ihrem Ehemann Dr. Erich Friedel heute noch in Kloster existierende Friedelhaus gehört zu den Liegenschaften der Biologischen Station Hiddensee der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Das Ehepaar Friedel war befreundet mit den Familien des Schriftstellers und Dramatikers Gerhart Hauptmann, mit dem Maler Oskar Kruse-Lietzenburg und seinem Bruder, dem Bildhauer Max Kruse.

Gerhart-Hauptmann-Haus Hiddensee

Als im Zusammenhang mit der feierlichen Grabsteinsetzung für den 1946 auf dem Inselfriedhof beigesetzten Gerhard Hauptmann 1951 auf Anregung des Präsidenten des Kulturbundes. Johannis R. Becher, beschlossen wurde, das Sommerhaus des Dichters in Kloster als Gedenkstätte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, nahm Karla Friedel ihren ständigen Wohnsitz im Hauptmannhaus. Sie lebte und arbeitete auch nach der Eröffnung der Gedenkstätte 1956 bis zu ihrem Tod 1970 in den museal nicht genutzten Räumen.

Auf der Spurensuche nach Leben und Werk der Bildhauerin und Lehrerin sind nicht nur ihre bildhauerischen Arbeiten von Interesse. Es gibt ein bemerkenswertes Portrait der Künstlerin, gemalt von Julie Wolfthorn im Sommer 1930 auf Hiddensee. In diesem Jahr hoffte die Malerin auf einen Auftrag für ein Hauptmann-Portrait, das auch tatsächlich zustande kam. Sie nutzte die Wartezeit und porträtierte im Auftrag von Dr. Erich Friedel dessen damals 37 Jahre junge Ehefrau. Karla Friedel hat dieses Bild sehr geliebt. Es hing bis zu ihrem Tod in ihrem Wohnzimmer im Hauptmannhaus auf Hiddensee. Später hing es im neu errichteten Haus des ehemaligen Rektors der Ernst-Moritz-Arndt-Universität, Prof. Hans Wehrli, in Greifswald.

Dann verliert sich die Spur!

Erst 2011 findet sich in der Dissertationsschrift von Frau Dr. Heike Carstensen zum Thema „Leben und Werk der Malerin und Graphikerin Julie Wolfthorn (1864-1944) – Rekonstruktion eines Künstlerinnenlebens“ der Hinweis, das dort unter WVZ 344 geführte Gemälde befände sich in Privatbesitz [1].

Trotz größter Bemühungen, ist es uns bis dato leider nicht gelungen – auch nicht unter Einbeziehung verschiedener Museen, Institutionen oder auch Vereinen wie dem „Julie Wolfthorn Freundeskreis“ – näheres über den aktuellen Verbleib  des Portraits herauszufinden. Daher hoffen wir auf diesem Wege mehr über den Verbleib zu erfahren sowie auf einen direkten Hinweis bzw. Kontakt zu den heutigen Besitzer(n).

Da nur wenige Fotografien von Karla Friedel erhalten sind – sie starb kinderlos und wollte für die Nachwelt so in Erinnerung bleiben, wie Julie Wolfthorn sie gemalt hatte – ist dieses Portrait für das Verfolgen des Lebensweges der Bildhauerin von besonderer Bedeutung. Ein Vergleich des Gemäldes mit einem fast 30 Jahre später entstandenen Amateurfoto zeigt, wie gut Juile Wolfthorn das Wesen ihres Modells erfasst hat.

Die Bildhauerin Karla Friedel

Die Bildhauerin Karla Friedel um 1960

Wir hoffen daher sehr auf Unterstützung zu unserer Suche, um das „Leben und Werk“ dieser besonderen Künstlerin wieder „ans Licht“ zu bringen und somit der Künstlerin den verdienten Stellenwert in der Kunstwelt einräumen zu können.

Informationen bitte an:

Galerie „DER PANTHER“ – fine art
Inhaber: Joergen Degenaar
Major-Braun-Weg 2
85354 Freising
Mobil: +49 (0) 152-54 67 29 49
email: galeriederpanther@web.de

 

 


Quellen:
[1] Heike Carstensen: „Leben und Werk der Malerin und Graphikerin Julie Wolfthorn (1864 – 1944) – Rekonstruktion eines Künstlerinnenlebens, ISBN 978-3-8288-2728-8,  518 Seiten, Paperback,  Tectum Verlag 2011