Max Nonnenbruch

Max_Nonnenbruch_vor_1901(* 25. Januar 1857 in Viersen; † 13. März 1922 in München) war ein deutscher Maler der Münchner Schule und des Symbolismus.

 

 

 

Bilderbestand der Galerie:

„Frau auf einer Düne“
Öl auf Leinwand
62 x 85 cm
um 1900
Signatur u. L.: „M.Nonnenbruch“
Preis auf Anfrage

siehe:  wikipedia: Max Nonnenbruch – „Frau auf einer Düne“

 

 

Abend am See

„Abend am See“
Öl auf Holz
ca. 32,5 x 22 cm
um 1900
Preis auf Anfrage

Dieses Bild wurde vom Künstler später noch einmal, als größere Fassung (118,1 x 66 cm), gemalt.
siehe:

(a) wikipedia: Max Nonnenbruch – „Abend am See“

(b) Sotheby’s – Max Nonnenbruch, GERMAN, EVENING BY THE LAKE

 

 

Leben

Max Nonnenbruch wurde als Sohn des Katasterkontrolleurs Alwin Nonnenbruch und dessen Frau Karoline, geborene Gössling in Viersen geboren. Seine Kindheit und erste Schulzeit verbrachte er in Mönchengladbach. Ab 1868 wohnte die Familie in Bonn, wo er das Gymnasium besuchte. Schon als Jugendlicher entwickelte er den Wunsch, Maler zu werden. Ab Herbst 1875 studierte er für zwei Halbjahre an der Kunstakademie Düsseldorf. Am 2. Mai 1877 immatrikulierte er sich an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste und studierte unter anderen bei Wilhelm von Lindenschmit bis in das Jahr 1879. Für den Bilderzyklus Aus den vier Jahreszeiten von Eduard Unger (1853–1894) dichtete er den Text dazu. Der Zyklus erschien mit den Texten 1880 bei Friedrich Bruckmann in München. Er unternahm ab 1880 mehrere Reisen nach Paris und Italien, unter anderen mit seinen Studienfreunden Arthur Langhammer, Hans Olde und Claus Meyer. Er bereiste auch Belgien und England. Auf Capri lernte er Gerhart Hauptmann und dessen Bruder Carl Hauptmann kennen und zeichnete 1883 eine Karikatur der beiden Brüder in das Gästebuch des Hotels. Nach Beendigung seiner Militärzeit lernte er 1894 auf Capri Margarethe Anna Maria Freiin von Welck kennen, die er am 4. Oktober 1884 in Serkowitz heiratete und mit ihr eine Atelierwohnung in der Landwehrstraße 62 in München bezog.

Max Nonnenbruch wurde Mitglied des Wirtschaftlichen Verbandes bildender Künstler, Vorsitzender des Künstler-Unterstützungs-Vereines München, Mitglied der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft und der Münchner Künstlergenossenschaft. 1889 war er Vorstandsmitglied der Münchner Künstlergenossenschaft, ab 1890 zudem noch Stellvertretender Schriftführer. Anlässlich der internationen Kunstausstellung 1892 im Münchner Glaspalast war er Schriftführer des Ausstellungskomitees, Obmann der Verlosungskommission, Mitglied der Katalog- und Finanzkommission und schließlich zuständig für den Kontakt mit den englischen Teilnehmern der Jahresausstellungen. 1892 und 1893 reiste er aus diesem Grund nach England. 1893 zog er mit seiner Frau in die Nymphenburger Straße 43. Für seine Verdienste bezüglich der Organisation der englischen Abteilung bei der internationen Kunstausstellung 1893 im Glaspalast bekam er von dem Prinzregenten Luitpold von Bayern den Verdienstorden vom Heiligen Michael 4. Klasse verliehen. Beim Neujahrsfest 1894 bekam er den Verdienstorden vom Heiligen Michael 3. Klasse verliehen. 1894 besuchte er wieder England und reiste auf dem Rückweg über Paris, Bordeaux und Nizza. Auch 1894 und 1895 war er in der Ausstellungsleitung tätig. Für die Zeitschrift Die Kunst unserer Zeit schrieb er 1896 den Artikel Moderne Kunst und Robert Fowler. 1899 zog er mit seiner Frau in die Friedrichstraße und 1902 in das von ihm erworbene Haus in der Mandlstraße 10 im Stadtteil Schwabing. 1907 war er Mitglied im Comité Local D’Organisation des XVI. Weltfriedenskongresses in München.

Max Nonnenbruch verkehrte jahrelang im Wiener Café Stefanie in München und spielte dort auch Schach. Erich Mühsam erwähnte ihn oft in seinen Tagebüchern und in seinen Unpolitischen Erinnerungen. Am Sonntag den 9. Juni 1912 besuchte Erich Mühsam in Begleitung von Mary Pfefferle Max Nonnenbusch und dessen taube Frau in der Mandlstraße. Er vermittelte Max Nonnenbusch Mary als Modell und Nonnenbruch fertigte von ihr einige Fotos an. Nachdem Max Nonnenbruch sie bezahlt hatte, führte dieser Erich Mühsam im Haus herum, in dem er viele Bilder hatte. Ein Bild des Malers Leo Samberger aus Nonnenbruchs Sammlung beeindruckte Erich Mühsam besonders.

Max Nonnenbruch Bilder wurden oft reproduziert, als Holzstich oder als Heliogravüre-Reproduktion vom Kunstverlag Franz Hanfstaengl. Die Reproduktionen wurden in vielen internationalen Magazinen und Zeitungen abgedruckt. 1918 wurden zwei Reproduktionen seiner Bilder in Religiöse Bilder und 1921 fünf Reproduktionen seiner Bilder in 1000 Bilder: Eine Auswahl des Verlages vom Kunstverlag Franz Hanfstaengl abgedruckt. Seine Bilder waren auch beliebte Postkartenmotive. Es gab viele Editionen, die in verschiedenen Ländern erschienen, aber auch auf Vasen oder Tellern sind mehr oder minder gute Reproduktionen seiner Gemäldemotive verbreitet. Sein Gemälde Die Rose von 1892 (oder vorher) inspirierte Elsa Bernstein, unter ihrem Pseudonym Ernst Rosmer ihr Gedicht Die Rose zu diesem Gemälde zu schreiben.

Familie

Max Nonnenbruch hatte mit seiner Frau Margarethe Anna Maria, geborene von Welck (* 2. Februar 1856 in Liebau; † 17. Dezember 1930), zwei Söhne und eine Tochter. Am 6. November 1887 kam ihr Sohn Wilhelm Nonnenbruch in München zur Welt und am 11. November 1893 ihre Tochter Marie († 1973), ebenfalls in München. 1924 gab Marie Nonnenbruch einen Weiblichen Kopf auf Papier von Robert Fowler bei der Galerie Heinemann in Kommission und erhielt das Werk ein paar Monate später wieder zurück. Es könnte sich vielleicht um den Studierkopf aus Max Nonnenbruchs Artikel über Robert Fowler gehandelt haben. Marie Nonnenbruch heiratete am 7. April 1925 den Physiker Eduard Rüchardt (1888–1962).

Auszeichnungen

  • 1893 Verdienstorden vom Heiligen Michael 4. Klasse verliehen von dem Prinzregenten Luitpold von Bayern für Verdienste in der Ausstellungsleitung der Jahresausstellung 1893 im königlichen Glaspalast in München
  • 1894 Verdienstorden vom Heiligen Michael 3. Klasse verliehen beim Neujahrsfest von dem Prinzregenten Luitpold von Bayern für Verdienste in der Ausstellungsleitung der Jahresausstellung 1893 im königlichen Glaspalast in München

Ausstellungen (Auswahl)

  • 1887 Ausstellung des Kunstvereines München – Der junge Gelehrte
  • 1888 60. Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste im Glaspalast des Landesausstellungsparkes am Lehrter Bahnhof in Berlin – Ölgemälde Damenporträt
  • 1888 III. Internationale Kunstausstellung im Glaspalast in München – Ölgemälde Porträt und Goldfische
  • 1889 61. Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin, Unter den Linden 38 – Ölgemälde Porträt der Baronesse Hedwig Marie Henriette von Arenberg (Herzogin), Goldfische und In der Sommerfrische
  • 1889 Münchner Jahresausstellung von Kunstwerken aller Nationen im Glaspalast – Ölgemälde Porträt meiner Frau, Damenporträt und Modellpause im Atelier
  • 1890 Münchner Jahresausstellung von Kunstwerken aller Nationen im Glaspalast – Ölgemälde Vasenträgerin
  • 1890 Ausstellung des Dresdner Kunstvereins – Ölgemälde Porträt meiner Frau
  • 1890 Berliner Akademische Kunstausstellung – Ölgemälde Porträt meiner Frau
  • 1891 Internationale Ausstellung veranstaltet vom Verein Berliner Künstler anlässlich seines fünfzigjährigen Bestehens im Glaspalast in Berlin – Ölgemälde Im Tannenwald
  • 1891 Münchner Jahresausstellung von Kunstwerken aller Nationen im Glaspalast – Ölgemälde Siesta
  • 1892 Münchner Jahresausstellung von Kunstwerken aller Nationen im Glaspalast – Ölgemälde Flora
  • 1893 Münchner Jahresausstellung von Kunstwerken aller Nationen im Glaspalast – Ölgemälde In Gedanken
  • 1894 Münchner Jahresausstellung im Glaspalast – Ölgemälde Christin im Gebet
  • 1895 Große Berliner Kunstausstellung – Gemälde Elegie
  • 1896 Internationale Kunstausstellung im Glaspalast in Berlin – Gemälde Passionata, erste Version
  • 1897 Kunstausstellung zu Posen in der Städtischen Turnhalle am Grünen Platz – Bachidyll
  • 1897 Ausstellung der Zürcher Kunstgesellschaft im Kunsthaus Zürich – Ölgemälde Jugend
  • 1897 Turnus-Ausstellung des Schweizerischen Kunstvereins in der Kunsthalle Basel – Ölgemälde Siesta und Im Sonnenschein
  • 1897 Turnus-Ausstellung des Schweizerischen Kunstvereins in Winterthur – Ölgemälde Siesta und Im Sonnenschein
  • 1897 Turnus-Ausstellung des Schweizerischen Kunstvereins im Schützenhaus in Glarus – Ölgemälde Siesta und Im Sonnenschein
  • 1897 Turnus-Ausstellung des Schweizerischen Kunstvereins im Mädchen-Primarschulhaus in Biel – Ölgemälde Siesta und Im Sonnenschein
  • 1897 Schweizerische Kunstausstellung im Conciliumssaal in Konstanz – Ölgemälde Siesta und Im Sonnenschein
  • 1897 Esposizione Svizzera di Belle Arti Terzo Turno in Lugano – Ölgemälde Siesta und Allo Splendor del Sole (Im Sonnenschein)
  • 1898 Große Berliner Kunstausstellung – Gemälde Caprice
  • 1898 Münchner Jahresausstellung im Glaspalast – Ölgemälde Verklärung
  • 1898 Exposition des beaux-arts der Galerie Heinemann im Palais des Beaux Arts an der Promenade des Anglais 13 in Nizza – Ölgemälde Geisha
  • 1899 Große Berliner Kunstausstellung – Gemälde Wohlbefinden und Verklärung
  • 1899 Münchner Jahresausstellung im Glaspalast – Ölgemälde Nach dem Tanze
  • 1900 Große Berliner Kunstausstellung – Gemälde Traumverloren
  • 1902 Große Berliner Kunstausstellung – Gemälde Sculptura, Pictura und Eine Windsbraut
  • 1902 Exposition des beaux-arts der Galerie Heinemann im Palais des Beaux Arts an der Promenade des Anglais 13 in Nizza – Ölgemälde Am Morgen
  • 1903 Exposition des beaux-arts der Galerie Heinemann im Palais des Beaux Arts an der Promenade des Anglais 13 in Nizza – Ölgemälde Jugend (Version 2) (Ausgestellt unter dem Namen Träumerei)
  • 1904 Exposition des beaux-arts der Galerie Heinemann im Palais des Beaux Arts an der Promenade des Anglais 13 in Nizza – Ölgemälde Jugend (Version 2) (Ausgestellt unter dem Namen Träumerei)
  • 1905 IX. Internationale Kunstausstellung im Glaspalast in München – Ölgemälde Traumbild
  • 1906 Herbstausstellung des Kunstvereins Hannover im Künstlerhaus
  • 1911 Jahresausstellung Bonner Künstler im städtischen Museum in Bonn – Mehrere Werke

Nach seinem Tod

  • 1923 Max Nonnenbruch Gedächtnisausstellung in den Räumen des Münchner Kunstvereins veranstaltet von der Münchner Künstler Genossenschaft – Bekannten Gemälde und zahlreiche Studien, darunter Junge Frau mit Katze am Strand

Quelle: Wikipedia; Januar 2015


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