Bedeutende Werkgruppe aus dem Bestand der Galerie DER PANTHER – fine art
Die Galerie DER PANTHER – fine art freut sich, eine außergewöhnlich qualitätvolle und zugleich kunsthistorisch hochinteressante Werkgruppe der Malerin Elisabeth Büchsel (1867–1957) präsentieren zu dürfen. Die hier vorgestellten Arbeiten umfassen Landschaften, Küstenansichten, Figurenbilder sowie seltene Darstellungen des historischen Hiddensee und erlauben einen bemerkenswert geschlossenen Einblick in das Œuvre einer der wichtigsten Künstlerinnen des sogenannten „Hiddenseer Künstlerinnenbundes“.
Elisabeth Büchsel zählt heute zu den bedeutendsten Vertreterinnen der norddeutschen Freilichtmalerei des frühen 20. Jahrhunderts. Gemeinsam mit Künstlerinnen wie Clara Arnheim, Henni Lehmann oder Elisabeth Andrae entwickelte sie auf Hiddensee eine eigenständige, poetische Form impressionistisch geprägter Landschaftsmalerei, welche bis heute den besonderen Mythos der Insel entscheidend prägt.
Bereits früh erhielt Elisabeth Büchsel künstlerischen Unterricht in Berlin-Spandau bei Professor Flikker. Studienaufenthalte in München und Paris erweiterten ihren Horizont und brachten sie in Berührung mit impressionistischen und spätimpressionistischen Tendenzen der europäischen Moderne. Ab 1904 verbrachte sie regelmäßig die Sommermonate auf Hiddensee, wo sie insbesondere in Neuendorf lebte und arbeitete. Dort entstand ein wesentlicher Teil jener Werke, die heute als ihre wichtigsten Arbeiten gelten.
Die nachfolgend vorgestellte Werkgruppe vereint zahlreiche charakteristische Themen ihres Schaffens:
- atmosphärische Dünen- und Küstenlandschaften
- Fischerkaten und bäuerliche Architektur Hiddensees
- Darstellungen des einfachen Insellebens
- poetische Figurenbilder
- Arbeiten mit außergewöhnlicher Licht- und Farbwirkung
Gerade die Kombination aus kunsthistorischer Relevanz, musealer Qualität sowie dem selten geschlossenen Erhaltungszustand dieser Werkgruppe macht die folgenden Arbeiten besonders bemerkenswert.

„In den Dünen vor Vitte“
Öl auf Leinwand
Entstehung zwischen 1920–1930
ca. 56 × 84 cm (o. R.)
ca. 76 × 104 cm (m. R.)
signiert unten links „E. Büchsel“
Preis: auf Anfrage
Zu den besonders eindrucksvollen Landschaften Elisabeth Büchsels gehört ohne Zweifel das großformatige Gemälde „In den Dünen vor Vitte“. Die Arbeit vermittelt in außergewöhnlicher Weise jene stille, beinahe meditative Atmosphäre der Hiddenseer Dünenlandschaft, welche zahlreiche Künstler der Insel nachhaltig faszinierte.
Die weich modellierten Sandformationen, die bewegte Wolkenbildung sowie die silbrig gebrochene Farbigkeit verleihen dem Werk eine bemerkenswerte atmosphärische Tiefe. Büchsel gelingt es hier, nicht lediglich eine topographische Ansicht wiederzugeben, sondern vielmehr die emotionale Wirkung der Landschaft einzufangen.
Gerade die Verbindung aus norddeutscher Weite, subtiler Lichtführung und impressionistisch gelockerter Malweise macht das Werk zu einer außergewöhnlich charakteristischen Arbeit innerhalb ihres Hiddenseer Œuvres.

„Fischerkate auf Hiddensee“
Öl auf Holz
Entstehung um 1930
ca. 50 × 60 cm (o. R.)
ca. 60 × 70 cm (m. R.)
signiert unten links „E. B.“
Preis: auf Anfrage
Die Darstellung einer traditionellen Hiddenseer Fischerkate gehört zu jenen Motiven, in denen Elisabeth Büchsel die Verbindung von Landschaft, Architektur und norddeutscher Lebenswelt besonders eindrucksvoll verdichtet.
Die weiß blühenden Sträucher, das warme Reetdach sowie die helle, freundliche Gesamtwirkung verleihen dem Werk einen beinahe poetischen Charakter. Gleichzeitig besitzt die Arbeit heute auch kulturhistorische Bedeutung, da sie die ursprüngliche Architektur Hiddensees in einer Zeit dokumentiert, bevor tiefgreifende touristische Veränderungen einsetzten.
Die lockere, lichtdurchflutete Malweise erinnert in ihrer atmosphärischen Qualität teilweise bereits an spätimpressionistische Tendenzen.

„Häuser in Kloster“
Mischtechnik auf Papier
datiert 1935
ca. 44 × 62 cm (o. R.)
ca. 54 × 72 cm (m. R.)
signiert unten links „E.B. ’35“
Preis: auf Anfrage
Dieses seltene Ortsbild aus Kloster auf Hiddensee vermittelt in besonderer Weise Elisabeth Büchsels Fähigkeit, dörfliche Architektur mit einer beinahe heiteren Farbigkeit zu verbinden.
Die warmen Fassaden, die hellen Wege sowie die weich modellierten Baumformen erzeugen eine ausgesprochen freundliche und sommerliche Gesamtwirkung. Bemerkenswert erscheint insbesondere die kompositorische Ruhe des Werkes, die dem Bild eine fast zeitlose Qualität verleiht.
Innerhalb des Œuvres Elisabeth Büchsels nehmen Darstellungen der Hiddenseer Ortschaften eine besondere Stellung ein, da sie die Insel nicht als touristische Kulisse, sondern als lebendige, gewachsene Kulturlandschaft erfassen.

„Bauer bei der Feldarbeit auf Hiddensee“
Öl auf Malgrund
Entstehung um 1905
ca. 35,5 × 49,5 cm (o. R.)
ca. 55 × 70 cm (m. R.)
signiert unten rechts „EB“
Preis: auf Anfrage
Diese frühe Arbeit gehört zweifellos zu den besonders bemerkenswerten Gemälden innerhalb der vorgestellten Werkgruppe.
Der lockere, nahezu skizzenhafte Pinselduktus, die intensive Sonnenstimmung sowie die freie Behandlung von Farbe und Form deuten auf ein unmittelbares Arbeiten unter freiem Himmel hin. Das Werk besitzt eine außergewöhnliche Frische und Spontaneität, wie sie gerade für die frühe Freilichtmalerei charakteristisch erscheint.
Kunsthistorisch ist die Arbeit besonders interessant, da sie Elisabeth Büchsel bereits sehr früh als eigenständige Vertreterin einer modernen, atmosphärisch orientierten Landschaftsmalerei erkennen lässt.

„Heuernte auf Hiddensee (Neuendorf)“
Öl auf Leinwand
Entstehung um 1940
ca. 47 × 67,5 cm (o. R.)
ca. 67 × 87,5 cm (m. R.)
signiert unten rechts „E. Büchsel“
Preis: auf Anfrage
Diese großformatige Komposition gehört zu den besonders eindrucksvollen Darstellungen bäuerlicher Arbeit innerhalb des Hiddenseer Œuvres Elisabeth Büchsels.
Die monumentalen Heugarben, die arbeitenden Figuren sowie der Blick über die Ostsee verbinden sich zu einer außergewöhnlich atmosphärischen Darstellung norddeutscher Landschaftskultur.
Gerade die Verbindung von Genre-, Landschafts- und Küstenmalerei verleiht dem Werk eine besondere Qualität. Gleichzeitig erscheint die Arbeit als eindrucksvolles kulturhistorisches Dokument einer heute weitgehend verschwundenen bäuerlichen Lebenswelt Hiddensees.

„In Erwartung der Fischer“
Öl auf Leinwand
Entstehung um 1930
ca. 40 × 65 cm (o. R.)
ca. 60 × 85 cm (m. R.)
signiert unten links „EB“
Preis: auf Anfrage
Die stille Küstenlandschaft „In Erwartung der Fischer“ zählt zu jenen besonders poetischen Arbeiten Elisabeth Büchsels, in denen Landschaft und menschliche Präsenz auf subtile Weise miteinander verschmelzen.
Die einzelne weibliche Figur am Strand erscheint beinahe verloren in der Weite der Küstenlandschaft. Gerade hierin liegt jedoch die emotionale Kraft des Werkes: Büchsel gelingt es, Erwartung, Ruhe und norddeutsche Melancholie in eine außerordentlich atmosphärische Bildsprache zu übersetzen.
Die weich abgestimmte Farbpalette und die zurückhaltende Lichtführung verleihen dem Gemälde eine bemerkenswerte emotionale Tiefe.

„Träumendes Mädchen am Strand“
Öl auf Malgrund
Entstehung um 1920
ca. 58 × 48 cm (o. R.)
ca. 68 × 58 cm (m. R.)
signiert unten links „EB“
Preis: auf Anfrage
Dieses außergewöhnlich feinfühlige Figurenbild gehört zu den reizvollsten weiblichen Darstellungen Elisabeth Büchsels.
Die junge Frau erscheint in stiller Versunkenheit vor der Küstenlandschaft Hiddensees. Auffällig ist hierbei die sensible Behandlung des Gesichts sowie die weiche, beinahe pastellartige Farbigkeit.
Das Werk besitzt eine bemerkenswerte psychologische Ruhe und vermittelt zugleich jene poetische Innerlichkeit, die zahlreiche qualitätvolle Arbeiten des Hiddenseer Künstlerinnenbundes auszeichnet.

„Hiddensoer Mädchen in Tracht“
Öl auf Leinwand
Entstehung um 1910
ca. 32 × 24 cm (o. R.)
ca. 52 × 44 cm (m. R.)
signiert unten links „EB“
Preis: auf Anfrage
Die Darstellung eines Hiddenseer Mädchens in traditioneller Tracht besitzt sowohl kunsthistorisch als auch kulturgeschichtlich besonderen Reiz.
Büchsel gelingt es hier, regionale Tradition nicht folkloristisch, sondern mit großer Würde und malerischer Sensibilität darzustellen. Besonders bemerkenswert erscheint die leuchtende Farbigkeit des floralen Rockes sowie die fein abgestimmte Modellierung des Gesichtes.
Das Werk gehört zu jenen seltenen Figurenbildern, in denen sich norddeutsche Kulturgeschichte und impressionistisch geprägte Malerei unmittelbar verbinden.

„Blick über den Bessin (Hiddensee)“
Gouache auf Papier
Entstehung um 1920
ca. 21 × 30 cm (o. R.)
ca. 31 × 40 cm (m. R.)
signiert unten rechts „E Büchsel“
Preis: auf Anfrage
Diese feinsinnige Gouache gehört zu den besonders poetischen Landschaftsstudien Elisabeth Büchsels.
Der Blick über den Bessin zeigt die stille Weite der Hiddenseer Landschaft in zurückhaltender, nahezu lyrischer Farbigkeit. Gerade die Gouachetechnik erlaubt der Künstlerin hier eine außergewöhnlich subtile Behandlung von Licht und Atmosphäre.
Das Werk besitzt eine bemerkenswerte Ruhe und dokumentiert zugleich Büchsels außergewöhnliches Gespür für norddeutsche Landschaftsstimmungen.

„Weg nach Neuendorf (Hiddensee)“
Gouache auf Papier
Entstehung um 1930
ca. 30 × 40 cm (o. R.)
ca. 40 × 50 cm (m. R.)
signiert unten rechts „EB“
Preis: auf Anfrage
Die Darstellung des Weges nach Neuendorf gehört zu den besonders expressiven Landschaftsdarstellungen innerhalb der vorgestellten Werkgruppe.
Der vom Wind gezeichnete Baum sowie die bewegte Wolkenlandschaft verleihen dem Werk eine außergewöhnlich dynamische Wirkung. Gleichzeitig bleibt die Komposition klar und ruhig aufgebaut.
Gerade hierin zeigt sich Elisabeth Büchsels Fähigkeit, Natur nicht lediglich beschreibend, sondern atmosphärisch und emotional verdichtet darzustellen.

„Fischer im alten Seglerhafen (Vitte)“
Gouache auf Papier
Entstehung um 1920
ca. 50 × 30 cm (o. R.)
ca. 70 × 50 cm (m. R.)
signiert unten links „EB“
Preis: auf Anfrage
Diese außerordentlich stimmungsvolle Gouache dokumentiert das historische Hafenleben Hiddensees in einer heute selten gewordenen Authentizität.
Die ruhenden Segler, die Fischerfiguren sowie die weich abgestimmte Abendstimmung verleihen dem Werk einen beinahe nostalgischen Charakter. Gleichzeitig erscheint die Arbeit als bedeutendes kulturhistorisches Dokument des ursprünglichen Hiddenseer Hafenlebens.
Die subtile Behandlung des Himmels sowie die helle Gesamtwirkung machen das Werk besonders reizvoll.

„Bauernkate auf Hiddensee“
Öl auf Malgrund
Entstehung zwischen 1930–1940
ca. 30 × 45 cm (o. R.)
ca. 40 × 55 cm (m. R.)
signiert unten links „EB“
Preis: auf Anfrage
Die Darstellung einer einfachen Bauernkate gehört zu den besonders authentischen und atmosphärisch dichten Arbeiten Elisabeth Büchsels.
Die warme Lichtführung, die lockere Pinselführung sowie die reduzierte Komposition verleihen dem Werk eine bemerkenswerte Unmittelbarkeit. Gerade die Verbindung aus bäuerlicher Einfachheit und impressionistisch geprägter Farbigkeit macht den besonderen Reiz dieser Arbeit aus.

„Am Ostseestrand vor Kloster (Hiddensee)“
Öl auf Leinwand
Entstehung zwischen 1920–1930
ca. 25 × 32 cm (o. R.)
ca. 35 × 42 cm (m. R.)
signiert unten rechts „EB“
Preis: auf Anfrage
Dieses kleinformatige, jedoch außergewöhnlich fein abgestimmte Küstenbild gehört zu den besonders poetischen Ostseedarstellungen Elisabeth Büchsels.
Die helle Strandpartie, die ruhige Wasserfläche sowie die sanft modellierte Küstenlinie vermitteln jene charakteristische norddeutsche Ruhe, welche zahlreiche Arbeiten der Künstlerin auszeichnet.
Gerade die sensible Lichtbehandlung sowie die zurückhaltende Farbigkeit verleihen dem Werk eine bemerkenswerte atmosphärische Dichte.

„Fischer am Ostseestrand von Hiddensee“
Gouache auf Papier
Entstehung um 1925
ca. 14 × 18 cm (o. R.)
ca. 22 × 26 cm (m. R.)
signiert unten links „EB“
Preis: auf Anfrage
Diese kleinformatige Gouache besitzt trotz ihrer kompakten Dimensionen eine außergewöhnliche Dynamik.
Die arbeitenden Fischer, die bewegten Netze sowie die reduzierte, nahezu skizzenhafte Behandlung der Figuren verleihen dem Werk eine bemerkenswerte Unmittelbarkeit. Gerade hierin zeigt sich Elisabeth Büchsels Fähigkeit, Alltagsszenen mit großer atmosphärischer Intensität darzustellen.
Das Werk gehört zu jenen besonders authentischen Arbeiten, welche die ursprüngliche Fischerwelt Hiddensees eindrucksvoll dokumentieren.
Elisabeth Büchsel heute – Wiederentdeckung einer bedeutenden Künstlerinnenposition
Heute zählt Elisabeth Büchsel zu den bedeutendsten Vertreterinnen der norddeutschen Freilichtmalerei des frühen 20. Jahrhunderts. Ihre Arbeiten befinden sich unter anderem im Kulturhistorischen Museum Stralsund sowie in zahlreichen bedeutenden Privatsammlungen.
Gerade im Kontext aktueller kunsthistorischer Forschungen zu Künstlerinnen der Moderne gewinnt ihr Werk zunehmend an Bedeutung. Besonders ihre Hiddenseer Landschaften und Figurenbilder gelten heute als wichtige Zeugnisse weiblicher Freilichtmalerei im norddeutschen Raum.
Die hier vorgestellte Werkgruppe erlaubt in außergewöhnlicher Geschlossenheit einen seltenen Einblick in dieses faszinierende Kapitel deutscher Kunstgeschichte.
Sämtliche Werke befinden sich im Bestand der Galerie DER PANTHER – fine art und können nach Vereinbarung in unseren Galerieräumen in Freising bei München bzw. in unserer Dependance in Bremen besichtigt werden.
Anfragen zu Preisen, Zustandsberichten, hochauflösenden Abbildungen sowie weiterführenden kunsthistorischen Informationen beantworten wir jederzeit sehr gerne.
Galerie DER PANTHER – fine art Freising bei München
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