Adèle von Finck

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Foto: Frau Diez-Dührkoop / 1907 Adele von Finck, Berlin

Adèle von Finck (1879 – 1943)

studierte bei Franz Lehnbach in München, bei Jan Frans Portaels in Brüssel, in Italien und schon ab 1892 bei Gustave Courtois in Paris.

Mehrmals auf der Großen Berliner Kunstausstellung sowie im Münchener Glaspalast vertreten.

Ihre Kolleginnen und Freundinnen der Pariser Zeit waren u.a. Käthe Kollwitz, Sonia Delaunay, Annemarie Kruse, Ida Gerhardi, Paula Modersohn-Becker, Ottilie Wilhelmine Roederstein, Jelka Rosen, Dora Hitz, Maria Slavona, Ottilie Reylaender, Hedwig Woermann und Julie Wolfthorn, die alle in der Zeit der Jahrhundertwende wegen fehlender Ausbildungsmöglichkeiten nach Paris gekommen waren.

 

 

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Académie Colarossi (Paris) um 1896: Im Atelier Colarossi, Ida Gerhardi stehend rechts, Julie Wolfthorn (sitzend) 2. von rechts, Jelka Rosen (stehend) 3. von rechts, Adele von Finck (mittig unten). 

 

 

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“Carl Eduard Eeg beim Gitarrespiel”
rückseitig mit Aufkleber und Stempel versehen“Grosse Berliner Kunstausstellung 1. August 1899″;
Öl auf Leinwand
u. re. sign. A.v.Finck
Entstehung 1897
112 x 87 cm (o. R.)

Carl Eeg war eng befreundet mit Adèle von Finck und Julie Wolfthorn. Ein paar sehr ähnliches Sujets wurden um 1897 von Julie Wolfthorn gemalt;
Der Bremer Carl Eduard Eeg war häufig Gast auf dem Barkenhoff und eng mit Heinrich Vogeler befreundet;
Carl Eduard Eeg baten Julie Wolfthorn und ihre Schwester Luise auf ihrer letzten Karte vor der Deportation: „Vergessen Sie uns nicht“. 



Carl Eeg (* 27. Juni 1876 in Bremen; † 22. Juni 1956 ebenda) war ein deutscher Architekt.
Eeg besuchte in Bremen das Gymnasium. Er studierte am Technikum in Bremen, hospitierte an der Technischen Hochschule Berlin – Charlottenburg. Er arbeitete danach zunächst in Dresden.

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Carl Eduard Eeg Gitarre spielend, Fotografie um 1897, Worpsweder Archiv der Barkenhoff-Stiftung Worpswede

1903 kehrte er nach Bremen zurück und eröffnete ein eigenes Architekturbüro in Arbeitsgemeinschaft mit dem Architekten Eduard Runge. Das Büro bestand bis 1944. Eeg plante und realisierte zahlreiche Villen in Schwachhausen (Blumenthalstraße 15 und 17, Hagenauer Straße 5, 7, 9, 11), das Kippenberg-Gymnasium in der Schwachhauser Heerstraße (1913), das Eckhaus an der Liebfrauenkirche Obernstraße / Unser-Lieben-Frauen-Kirchhof (auch als Haus Rolandseck bekannt) und die Toranlage des Osterholzer Friedhofs (um 1920).

Eeg war beteiligt am Anbau des Schüttings. Nach Plänen von Eeg & Runge wurde das Roseliushaus in der Böttcherstraße zu einem Museum umgebaut.
Carl Eeg war ein enger Freund von Heinrich Vogeler und hielt sich oft bei gesellschaftlichen Treffen auf dem Barkenhoff auf.

 

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“Damen im Gespräch
rückseitig mit Aufkleber und Stempel versehen ”Grosse Berliner Kunstausstellung”,
Hierbei handelt es sich 
um das Werk „Plaudernde Frauen“ (Grosse Berliner Kunstausstellung Mai – September 1916, Saal 48, Katalog-Nr. 1916),
Öl auf Leinwand
u. re. sign. A.v.Finck
90 x 118 cm (o. R.)
um 1916

Dieses kunsthistorisch sehr bedeutende Werk stellte auf der linken Seite die Künstlerin Julie Wolfthorn dar, ganz rechts ihre Schwester Li (Luise Wolf). In der Mitte „Frau Professor“ (wie sie zeitgenössisch nach ihrem berühmten Ehemann Peter B. genannt wird)  Lilly Behrens, geb. Krämer. Alle drei waren kurz nach 1900 bereits bekannte und anerkannte kreative, arbeitende Frauen: als Malerin, Schriftstellerin und Literaturübersetzerin bzw. als „Designerin“, wie man Behrens heute nennen würde, die mit ihrer Familie 1907 nach Potsdam zog. Das Mädchen unten links ist Petra Behrens, zu der Julie Wolfthorn ihr Leben lang ein enges Verhältnis pflegte und diese mehrmals portraitiert hat. Man kann davon ausgehen, dass dieses Werk in der gemeinsamen Wohnung von Julie und Luise (Kurfürstenstrasse 50) seinen Ursprung gefunden hat. Auch Adele von Fink war ab 1907 unter der Adresse der Kurfürstenstrasse 50 in Berlin eingetragen und wohnte somit mit beiden Schwestern im selben Haus.

Literatur / Abbildung:

„Fortsetzung folgt! 150 Jahre Verein der Berliner Künstlerinnen“ – Ausstellungspublikation, 25.11.2016 – 24.03.2017, Camaro Stiftung Berlin, ISBN 978-3932809-81-1

 

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Julie Wolfthorn: Frau Prof. Lilly Behrens, 1917, Galeriebestand „DER PANTHER“ – fine art

 

 

“Garten am Weyerberg (Worpswede)”
Öl auf Karton

u. re. sign. A.v.Finck
42,5 x 32,5 cm (o. R.)
Entstehung 1897

Preis auf Anfrage

Die Künstlerin Adèle von Finck verbrachte einige Zeit im Sommer des Jahres 1897 gemeinsam mit ihrer Freundin Julie Wolfthorn sowie deren Schwester Li in Worpswede.

 

Als die Damenwelt noch Korsetts und mehrere Lagen lange Röcke trug, begannen die ersten Mutigen, ihre Ketten zu sprengen: In bequemen Hosen stiegen sie aufs Fahrrad und pfiffen darauf, was der Rest der Gesellschaft über sie dachte. So war es auch in der berühmten Künstlerkolonie Worpswede, die bis in die 20er-Jahre eine bis heute einmalige Blütezeit erlebte. Julie Wolfthorn war eine dieser freiheitsliebenden Frauen, die die Worpsweder Malerin Paula Modersohn-Becker in ihrem Tagebuch herablassend als „Hosendamen“ bezeichnete. Darin lästerte sie über deren „jungenhaften Heißhunger“ und stellte fest, sie seien „auf ihre Hosen so stolz wie unsereins auf ein neues Kleid“. Die Hosendame war, wie gesagt, Julie Wolfthorn, außerdem deren Freundin Adele von Finck, die zusammen in Paris studiert hatten und den Sommer des Jahres 1897 in Worpswede verbrachten.

 

WEB-Links (Auswahl):

Lexikon des VdBK 1867plakat-emil-orlik-vdbk-1897

 

 

Literatur (Auswahl)

„Fortsetzung folgt! 150 Jahre Verein der Berliner Künstlerinnen“
Ausstellungspublikation, 25.11.2016 – 24.03.2017, Camaro Stiftung Berlin,
ISBN 978-3932809-81-1

Killy, Walther (Hrsg.): Dte. Biografische Enzyklopädie Bd. 3, München 1996

Verein der Berliner Künstlerinnen e.V. (Hrsg.): Käthe, Paula und der ganze Rest. Ein Nachschlagewerk, Berlin 1992

Vollmer, Hans (Hrsg.): Allg. Lex. der bild. Künstler des XX. Jhs., Bd. 2, Leipzig 1955.

 

Quelle: wikipedia, Mai 2014
Bilderbestand: Galerie „DER PANTHER“ – fine art
Beitragsfoto: Julie Wolfthorn (Mitte mit Haarreifen) im Arm von Adele von Finck (links), Familienbesitz
Ansichtskarten „Herzensklänge“ und „Lautenspielerin“ : Meistergalerie Verlag (Berlin)

 


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