Künstlervorstellung Clara Arnheim

 


Clara Arnheim (links) und ihre Schwester Betty Volkmar

Clara Arnheim, auch Klara (* 24. April 1865 in Berlin; † 28. August 1942 im KZ Theresienstadt) war eine deutsche Malerin. Sie gehörte zu denjenigen Frauen in der Kunst, die Malerei als Beruf ausübten. In der Zeit des Nationalsozialismus als Jüdin verfolgt, wurde sie 1942 im Holocaust ermordet.

Leben

Clara Arnheim war Kunstschülerin u.a. von Franz Skarbina in Berlin und Edmond Aman-Jean in Paris und wurde trotz familiärer und gesellschaftlicher Widerstände gegen die Frauenemanzipation eine Berufskünstlerin.

Sie war Mitglied des Lyceum-Clubs Berlin, Vorstandsmitglied des Frauenkunstverbandes, Mitglied des Vereins der Berliner Künstlerinnen und im Deutschen Künstlerbund.

An der 1914 aus Anlass des 150-jährigen Bestehens der Königlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe zu Leipzig durchgeführten Internationalen Ausstellung für Buchgewerbe und Grafik (BUGRA) nahm sie mit zwei Grafiken teil, für die sie mit einer Goldmedaille prämiert wurde.

 

BäckerMädchen

“Hiddensoer Mädchen”
 Öl auf Leinwand
86 x 63 cm
datiert 1906
Signatur u. R.  “C. Arnheim – 1906”
Preis auf Anfrage

In der Sommerfrische der Insel Hiddensee tat sie sich Anfang der 1920er Jahre in Henni Lehmanns Blauer Scheune mit Elisabeth Andrae, Käthe Löwenthal, Katharina Bamberg und Elisabeth Büchsel zum „Hiddensoer Künstlerinnenbund“ zusammen und stellte gemeinsam aus. Mit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten und der Ächtung der Künstler als entartet und der Juden als rassisch minderwertig war das nach 1933 nicht mehr möglich.

 

alterhafeninvitte

„Im alten Fischereihafen in Vitte“
Öl auf Leinwand
50 x 65 cm (o. R.)
um 1910
Signatur: u. r. „C. Arnheim“
Preis auf Anfrage

Clara Arnheim erhielt als Jüdin Berufsverbot und wurde systematisch von den Behörden drangsaliert, etwa indem man ihr Lebensmittelmarken vorenthielt. Teile der Hiddenseer Nachbarschaft solidarisierten sich jedoch mit ihr und versorgten sie heimlich. Im Alter von 77 Jahren wurde sie am 9. Juli 1942 von Berlin aus in das von den Nationalsozialisten sogenannte Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie einige Wochen später ermordet wurde.

fischer-in-vitte

“Netze am Boddenufer”
Öl auf Leinwand
77 x 64 cm
um 1905
Signatur: u. R. “C. Arnheim”
Preis auf Anfrage 

WEB-Links (Auswahl):

plakat-emil-orlik-vdbk-1897Lexikon des VdBK 1867

Literatur (Auswahl):

„Fortsetzung folgt! 150 Jahre Verein der Berliner Künstlerinnen“
Ausstellungspublikation, 25.11.2016 – 24.03.2017, Camaro Stiftung Berlin,
ISBN 978-3932809-81-1

„Quo Vadis, Mater?“ – Künstlerinnen des Berliner Lyceum-Clubs 1905 – 1933
Begleitbroschüre anlässlich des 110-jährigen Bestehens des Lyceum-Club Berlin e.V.,
23.04 – 26.07.2015 im Verborgenen Museum Berlin

„Ein Rucksack voller Farben“ – Künstlerinnen und die Freiluftmalerei
Museum Moderner Kunst – Wörlen Passau; Gabler, Josephine; ISBN: 978-3-928844-64-2

Wie sich die Malweiber die Ostseeküste eroberten
Marion Magas, Eigenverlag 2008, ISBN 978-3-00023779-9

Hiddensee. Die besondere Insel für Künstler
Ruth Negendanck, edition fischerhuder kunstbuch, Verlag Atelier im Bauernhaus, Fischerhude 2005, ISBN 3-88132-288-4

Quelle: Wikipedia


panther-logo-fuer-webDie Galerie “Der Panther” – fine art

widmet sich hauptsächlich Werken des Deutschen Impressionismus, Expressionismus und der Klassischen Moderne.

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